Der Zoo Frankfurt – ein Klassiker für alle Altersgruppen
Der Zoo Frankfurt gehört zu den ältesten und artenreichsten Zoos Deutschlands. Rund 4.500 Tiere aus über 450 Arten leben hier auf vergleichsweise kompaktem Stadtgelände, was ihn ideal für einen Halbtagsausflug macht. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt, für Kinder von 6 bis 17 Jahren gilt ein ermäßigter Eintrittspreis. Das Exotarium mit seinen tropischen Fischen, Krokodilen und Schlangen ist besonders bei Schulkindern beliebt. Wer mit dem ÖPNV anreist, steigt am besten an der U-Bahn-Station Zoo aus.
Der Zoo bietet regelmäßig Führungen und Fütterungszeiten an, die sich besonders für Kinder eignen. Es lohnt sich, vorab auf der Zoo-Website nach dem Tagesplan zu schauen, um keine Veranstaltung zu verpassen. Für Kleinkinder gibt es einen eigenen Streichelzoo-Bereich, der erfahrungsgemäß zu den Lieblingsstationen der Jüngsten gehört. An Wochenenden und in den Schulferien ist der Zoo morgens am ruhigsten – wer früh kommt, hat die Gehege oft noch für sich. Familien, die mehrfach im Jahr kommen möchten, sollten die Jahreskarte prüfen, die sich schon ab dem dritten Besuch rechnet.
Mitmachmuseen: Lernen mit Spaß
Frankfurt hat mehrere Museen, die Kinder aktiv einbeziehen. Das Senckenberg Naturmuseum an der Bockenheimer Landstraße beeindruckt mit riesigen Dinosaurierskeletten und ist eines der größten Naturkundemuseen Deutschlands – ein Pflichtbesuch für neugierige Kinder. Das Historische Museum am Römerberg bietet eine Kinderwerkstatt und kindgerechte Stadtmodelle. Im Deutschen Filmmuseum gibt es regelmäßig Familienvorführungen und Mitmachbereiche.
Im Senckenberg Naturmuseum ist nicht nur die Dinosaurierhalle ein Highlight – auch die Ausstellungen zu Meerestieren, Menschheitsgeschichte und Geologie faszinieren Kinder unterschiedlicher Altersgruppen. Die Kinderwerkstatt im Historischen Museum richtet sich an Kinder ab etwa 5 Jahren und ermöglicht es ihnen, historische Alltagsgegenstände selbst auszuprobieren. Für ältere Kinder ab etwa 10 Jahren ist ein Besuch im Museum für Kommunikation empfehlenswert, das mit interaktiven Stationen zur Geschichte von Post und Telekommunikation aufwartet und freien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bietet.
Spielen draußen: Spielplätze und Parks
Frankfurt hat eine dichte und vielfältige Spielplatzlandschaft – vom einfachen Klettergerüst in der Wohnstraße bis zum großen Abenteuerspielplatz mit Wasserlauf und Matschwerkzeug. Besonders familienfreundlich sind die großen Stadtparks, die genug Raum zum Toben bieten, ohne dass man die Stadt verlassen muss.
- Der Günthersburgpark in Bornheim hat einen großen Abenteuerspielplatz und weitläufige Wiesen zum Toben.
- Der Grüneburgpark bietet Raum zum Picknicken, Drachen steigen lassen und Fahrradfahren.
- Am Mainufer gibt es mehrere Sandspielplätze direkt am Wasser, ideal für heiße Sommertage.
- Der Lohrpark in Sachsenhausen punktet mit einem Wasserpark und Klettergeräten für Kleinkinder.
- Der Brentanopark in Rödelheim hat einen ummauerten historischen Garten und Spielflächen für Kleinkinder.
- Der Waldspielpark Hausen im Stadtwald bietet Rutschbahnen, Wasserspielbereiche und Grillplätze auf großem Waldgelände.
Bootsfahrten und Mainufer
Eine Bootsfahrt auf dem Main ist ein echtes Highlight für Kinder. Die Frankfurter Personenschifffahrt Primus-Linie bietet Rundfahrten und Linienfahrten zwischen Frankfurt und Höchst an, die je nach Route ein bis zwei Stunden dauern. Das Mainufer selbst lädt mit breiten Promenadenwegen zum Rollern, Radeln und Laufen ein – im Sommer oft mit Straßenkünstlern und kleinen Ständen belebt.
Für Kinder, die gerne selbst aktiv werden, gibt es am Mainufer außerdem Verleihstationen für Tretboote und Fahrräder. Die Strecke entlang des nördlichen Mainufers zwischen der Alten Brücke und dem Flößerbrücken-Bereich ist weitgehend autofrei und daher ideal für Familien mit Kinderwagen oder Kinderfahrrädern. Wer eine längere Tour plant, kann mit der Primus-Linie einfach bis Höchst fahren und von dort entspannt zurückradeln oder wieder mit dem Schiff zurückkehren.
Tipps für die Planung
Viele Frankfurter Museen sind mit dem RMV gut erreichbar und bieten günstige Familieneintrittskarten an. Es lohnt sich, vorab auf der städtischen Website oder den Museumsseiten nach aktuellen Kindergeburtstags-Angeboten oder Ferienprogrammen zu schauen. In den Schulferien sind beliebte Orte wie der Zoo morgens am ruhigsten. Wer mehrere Ausflüge plant, sollte die Frankfurt Card prüfen – sie kombiniert ÖPNV-Nutzung mit Museumsrabatten.
Für Familien mit kleinen Kindern empfiehlt es sich außerdem, Ausflüge so zu planen, dass eine Mittagspause eingeplant ist. Die meisten großen Parks haben Grillplätze, an denen man selbst kochen kann – gegen eine geringe Gebühr oder sogar kostenlos. Wer lieber kauft als mitbringt, findet in der Nähe der großen Parkflächen meist Bäckereien oder Cafés mit kinderfreundlichem Angebot.
Geheimtipps für Familien
Weniger bekannt, aber sehr empfehlenswert ist der Waldspielpark Hausen im Stadtwald – ein weitläufiges Gelände mit Rutschbahnen, Wasserspielbereichen und Grillplätzen, das an Wochenenden besonders beliebt ist. Wer Kinder im Grundschulalter dabei hat, findet im Spielhaus Frankfurt an verschiedenen Standorten kostenlose oder günstige Nachmittagsangebote.
Ein weiterer Insidertipp ist das Kindermuseum Frankfurt im Ostend, das regelmäßig wechselnde Mitmach-Ausstellungen speziell für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren anbietet. Anders als in klassischen Museen dürfen Kinder hier anfassen, ausprobieren und entdecken. Öffnungszeiten und aktuelle Ausstellungsthemen sind auf der Website des Kindermuseums abrufbar. Wer spontan einen Ausflug plant, findet außerdem auf dem Frankfurter Stadtportal frankfurt.de unter der Rubrik „Familien“ regelmäßig aktualisierte Veranstaltungshinweise für alle Altersgruppen.