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Frankfurter Zoo: Tierpark mitten in der Stadt

Mitten in Frankfurt beheimatet der 1858 gegründete Zoo rund 4.500 Tiere aus etwa 450 Arten und ist damit einer der ältesten und artenreichsten Zoos Europas.

Frankfurter Zoo: Tierpark mitten in der Stadt – Frankfurt-Stadtleben

Geschichte: Einer der ältesten Zoos Europas

Der Frankfurter Zoo wurde 1858 gegründet und zählt damit zu den ältesten Zoos der Welt. Auf elf Hektar mitten im Stadtgebiet leben heute knapp 4.500 Tiere aus rund 450 verschiedenen Arten. Die Anfänge des Zoos gehen auf eine Bürgerinitiative zurück, die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Aktiengesellschaft gründete, um einen modernen Tiergarten für die wachsende Großstadt zu schaffen. Über die Jahrzehnte hat sich der Zoo von einer einfachen Tierschau zu einem modernen Naturschutz- und Bildungszentrum entwickelt. Mehrere Gebäude auf dem Gelände stehen heute unter Denkmalschutz und zeugen von der langen Geschichte des Hauses. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs machten einen weitgehenden Neuaufbau notwendig — das heutige Gelände vereint historische Bausubstanz mit modernen Tierhäusern, die auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet sind. Die Geschichte des Frankfurter Zoos ist damit auch ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte: Er hat Krieg, Wiederaufbau und Stadtentwicklung überstanden und ist bis heute ein lebendiger Teil der Stadt geblieben.

Highlights: Exotarium und Grzimek-Haus

Das 1877 eröffnete Exotarium ist ein Herzstück des Frankfurter Zoos. Hier tauchst du in tropische Regenwälder, Korallenriffe und Süßwasseraquarien ein. Meereshaie, Anakondas, Piranhas und bunte Amphibien machen das Exotarium zu einer der faszinierendsten Tierwelten der Stadt. Das Bernhard-Grzimek-Haus beherbergt Menschenaffen und erinnert an den legendären Frankfurter Zoodirektor und Filmemacher Bernhard Grzimek, der mit seinem Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ international bekannt wurde und den Naturschutzgedanken in Deutschland entscheidend prägte. Ebenfalls sehenswert ist das Borgori-Wäldchen, das Schimpansen und Gorillas auf einem weitläufigen Außengelände zeigt, das möglichst naturnahe Lebensbedingungen bietet. Die Gehege wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich modernisiert, um den Tieren mehr Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten zu geben — ein Prozess, der im modernen Zoodesign als entscheidend für das Tierwohl gilt.

Entdeckungstouren für Familien

Mit Kindern lohnt sich der Zoo besonders: Fütterungszeiten, Kommentierungen und Führungen machen Tierbeobachtungen lebendig. Der Tagesplan mit Fütterungsuhrzeiten ist am Eingang erhältlich und auf der Website des Zoos abrufbar — wer gezielt die Robben- oder Seelöwenfütterung erleben möchte, sollte diese Zeiten im Blick behalten. Jungtiere werden regelmäßig auf den Social-Media-Kanälen des Zoos vorgestellt und locken zusätzliche Besucher. Das großzügige Gelände bietet genug Platz zum Spielen und Verweilen; Picknickbereiche und Gastronomiekioske sorgen dafür, dass ein ganzer Tag im Zoo problemlos verbracht werden kann. Für Schulklassen und Kindergartengruppen hält der Zoo eigene Bildungsprogramme bereit. Besonders beliebt sind interaktive Stationen, an denen Kinder mehr über Tierverhalten, Ökosysteme und Artenschutz erfahren können — Lernen als Erlebnis, das sich im Gedächtnis festsetzt.

Naturschutz als Mission

Neben dem Schauaspekt versteht sich der Frankfurter Zoo als Naturschutzorganisation. Er ist an zahlreichen internationalen Erhaltungszuchtprogrammen für bedrohte Tierarten beteiligt und unterstützt Feldprojekte weltweit, unter anderem für Okapis in der Demokratischen Republik Kongo und für Meeresschildkröten in Mittelamerika. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, die eng mit dem Zoo verbunden ist, gehört zu den international renommiertesten privaten Naturschutzorganisationen überhaupt und betreibt eigene Schutzgebiete auf mehreren Kontinenten. Für Frankfurt ist der Zoo damit nicht nur Touristenattraktion, sondern auch wissenschaftliche Institution mit globalem Wirkungskreis. Die Zuchterfolge bei bedrohten Tierarten — etwa bei seltenen Vogelarten oder Großkatzen — werden in der Fachwelt wahrgenommen und tragen zur internationalen Reputation des Hauses bei.

Lage und Anreise

Der Zoo liegt im Ostend, unmittelbar östlich der Innenstadt, und ist per U-Bahn (Haltestelle Zoo) bequem erreichbar. Wer in der Nähe wohnt, kann auch gut zu Fuß kommen — von der Konstablerwache dauert der Fußweg kaum zehn Minuten. Parkplätze in der unmittelbaren Umgebung sind begrenzt; an Wochenenden und in den Schulferien empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Haupteingang befindet sich am Alfred-Brehm-Platz, der ebenfalls mit der Straßenbahn erreichbar ist. Fahrradständer am Eingang machen den Zoo auch für Radfahrerinnen und Radfahrer gut erreichbar; das Ostend bietet außerdem gut ausgebaute Radwege aus verschiedenen Richtungen.

Tipps für den Besuch

Wer die ruhigeren Stunden bevorzugt, sollte den Zoo kurz nach der Öffnung besuchen — gerade an Wochenenden und Ferientagen kann es am späten Vormittag sehr voll werden. Online-Tickets sparen Zeit an der Kasse und sind auf der Zoo-Website erhältlich. Das Jahresticket rechnet sich bereits ab zwei bis drei Besuchen im Jahr und ist besonders für Familien mit Kindern attraktiv, da viele Kinder den Zoo immer wieder sehen möchten. Wer den Zoo systematisch erkunden möchte, sollte einen Zooplaner nutzen, der auf dem Gelände ausliegt und einen empfohlenen Rundgang durch alle Bereiche beschreibt — so geht kein Highlight verloren, und die Wege werden effizient genutzt.

  • Gegründet 1858 — einer der ältesten Zoos der Welt
  • Rund 4.500 Tiere aus ca. 450 Arten auf elf Hektar Stadtfläche
  • Exotarium mit Aquarium, Reptilien und tropischem Regenwaldhaus
  • Bernhard-Grzimek-Haus und Borgori-Wäldchen für Menschenaffen
  • Beteiligung an internationalen Artenschutzprogrammen auf mehreren Kontinenten
  • U-Bahn-Haltestelle Zoo (Linien U6 und U7) direkt vor dem Eingang

Häufige Fragen