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Bar-Hopping in Frankfurt: Die besten Quartiere

Frankfurt überrascht Nightlife-Fans mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Viertel, die jeweils ihren eigenen Charakter mitbringen.

Bar-Hopping in Frankfurt: Die besten Quartiere – Frankfurt-Stadtleben

Warum Frankfurt für Bar-Hopping ideal ist

Frankfurt ist nicht nur Finanzmetropole, sondern auch eine Stadt, in der du abends Viertel für Viertel erkunden kannst, die sich spürbar voneinander unterscheiden. Ob du entspannte Kneipen suchst, hippe Szene-Bars oder klassische Apfelwein-Wirtschaften – kurze Wege machen das Herumziehen von Ort zu Ort angenehm einfach. Die kompakte Innenstadt und das dichte U-Bahn-Netz sorgen dafür, dass du innerhalb weniger Minuten zwischen ganz verschiedenen Atmosphären wechseln kannst. Ein Abend kann im quirligen Bahnhofsviertel beginnen, sich durchs ruhige Nordend ziehen und in den Apfelwein-Wirtschaften von Sachsenhausen enden – das alles ohne Auto und ohne lange Fahrtzeiten.

Bahnhofsviertel: rau und authentisch

Das Bahnhofsviertel hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel durchgemacht. Neben den alteingesessenen Bars sind innovative Konzepte entstanden, die das Viertel in eine der spannendsten Ausgehadressen der Stadt verwandelt haben. Die Bar Plank hat sich als eines der angesagtesten Treffpunkte etabliert – tagsüber als Café, abends als Szene-Bar mit einer sorgfältig zusammengestellten Drinks-Karte. Die Kinly Bar auf der Elbestraße ist bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt und punktet mit einem Cocktail-Angebot, das zwischen Klassikern und eigenen Kreationen wechselt. Das Viertel schläft spät ein und hat eine ungeschönte Energie, die viele Besucher schätzen. Die Kaiserstraße und ihre Nebenstraßen lohnen sich zu Fuß – wer offen durch das Viertel läuft, entdeckt immer wieder neue Türen, hinter denen sich interessante Bars verstecken. Wer früh startet – also gegen 19 oder 20 Uhr –, erlebt das Viertel noch ohne die großen Menschenmassen.

Nordend: entspannt und alternativ

Wer es ruhiger mag, ist im Nordend gut aufgehoben. Die Bars und Cafés rund um die Bornheimer Landstraße und die Glauburgstraße sind überwiegend klein, gemütlich und frequentiert von einer studentischen und alternativen Stammkundschaft. Hier setzt man weniger auf Inszenierung und mehr auf gute Gespräche. Viele Lokale haben keinen Türsteher, keinen Dresscode und kein Gesehen-werden-Müssen – was sie für Menschen attraktiv macht, die einen entspannten Ausgehort suchen. Das Nordend eignet sich gut als zweite Station einer Bar-Hopping-Tour, wenn die große Aufregung des Bahnhofsviertels abklingt und man sich nach einem intimeren Setting sehnt. Wer in kleinen Runden unterwegs ist, findet hier eher freie Plätze als in den größeren Bars der Innenstadt.

Sachsenhausen: Apfelwein und Mainblick

Sachsenhausen südlich des Mains ist für viele das klassische Frankfurt-Erlebnis schlechthin. Das Straßenpflaster in Alt-Sachsenhausen, die engen Gassen und die traditionellen Apfelweinwirtschaften bilden eine Kulisse, die sich von allen anderen Frankfurter Vierteln abhebt. Schoppen-Trinken an langen Holztischen ist hier Tradition – die typische Maßeinheit ist der 0,3-Liter-Gerippte, ein gerilltes Glas, das zum Symbol des Frankfurter Apfelweins geworden ist. Lokale wie die Wagner-Gaststätte in der Schweizer Straße oder die Zum Gemalten Haus in der Schweizer Straße gehören zu den bekanntesten Adressen, die seit Generationen existieren. Aber auch neuere Bar-Konzepte haben sich inzwischen zwischen den Klassikern eingenistet und sorgen dafür, dass das Viertel kein reines Touristenziel geblieben ist. Ein kurzer Spaziergang entlang des Mainufers bietet zwischendurch Frischluft und einen schönen Blick auf die Frankfurter Skyline.

Bornheim: lokal und lebendig

Bornheim gilt als eines der lebendigsten Wohnviertel Frankfurts und hat eine eigene, lebhafte Bar-Szene. Die Berger Straße ist die Hauptachse: Sie bietet auf rund zwei Kilometern eine Mischung aus Kneipen, Bars, Restaurants und Cafés, die den Viertelcharakter gut widerspiegeln – weltoffen, bodenständig und ohne große Posen. Bornheim hat wenig Tourismus-Prägung; das Publikum ist überwiegend einheimisch, was den Bars eine authentische Atmosphäre gibt. An Wochenendabenden ist die Berger Straße belebt, ohne in die Überfüllung zu kippen, die manche Innenstadtbars kennzeichnet. Als letzte Station einer Tour bietet Bornheim den Vorteil, dass man von hier aus mit der Straßenbahn gut nach Hause oder ins Zentrum zurückkommt.

Praktische Tipps für deinen Abend

  • Starte früh im Bahnhofsviertel, wenn die Bars noch überschaubar gefüllt sind – idealerweise gegen 19 Uhr.
  • Die U-Bahn fährt bis etwa 1 Uhr, danach übernehmen Nachtbuslinien; die wichtigsten Linien halten am Hauptbahnhof und an der Konstablerwache.
  • Reservierungen sind in kleineren Bars meist nicht nötig, in beliebten Spots an Freitag- und Samstagabenden aber sinnvoll.
  • Zwischen den Vierteln liegen oft nur wenige U-Bahn-Stationen oder ein kurzer Fußweg – von der Innenstadt nach Sachsenhausen läuft man über die Alte Brücke in etwa zehn Minuten.
  • Wechsle nach dem ersten Viertel ins nächste, bevor der Abend zu weit fortgeschritten ist – so bleibt das Hopping entspannt und du siehst mehr.
  • Eine Trinkwasserflasche und ein leichter Snack zwischendurch helfen, den Abend ausdauernd zu gestalten – besonders im Sommer.

Häufige Fragen

Welches Frankfurter Viertel eignet sich am besten für Bar-Hopping?
Das Bahnhofsviertel und Sachsenhausen sind besonders gut geeignet, weil dort viele Bars auf engem Raum liegen. Wer es ruhiger mag, findet im Nordend und Bornheim ebenfalls eine dichte Bar-Szene.
Bis wann fahren in Frankfurt nachts öffentliche Verkehrsmittel?
U-Bahnen und Straßenbahnen fahren in Frankfurt in der Regel bis etwa 1 Uhr nachts. Danach verkehren Nachtbuslinien, und Taxis sowie Ride-Hailing-Dienste sind jederzeit verfügbar.
Gibt es in Frankfurt eine Sperrstunde für Bars?
Eine feste stadtweite Sperrstunde gibt es in Frankfurt nicht. Die Schließzeiten variieren je nach Bar und Genehmigung, viele Lokale sind am Wochenende bis in die frühen Morgenstunden geöffnet.