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Cocktailbars & Speakeasys in Frankfurt: Die Mixology-Szene

Zwischen Bahnhofsviertel und Innenstadt hat sich Frankfurt zu einer echten Cocktailstadt entwickelt. Wir zeigen dir, wo versteckte Bars und Signature-Drinks auf dich warten.

Cocktailbars & Speakeasys in Frankfurt: Die Mixology-Szene – Frankfurt-Stadtleben

Frankfurt trinkt anders als früher

Wer vor zehn Jahren nach guten Cocktails in Frankfurt gesucht hat, musste länger suchen als heute. Mittlerweile hat sich eine eigenständige Mixology-Szene etabliert, die sich nicht hinter Berlin oder Hamburg verstecken muss. Besonders auffällig: die Nähe zur Finanzbranche hat der Stadt ein Publikum beschert, das gute Spirituosen zu schätzen weiß und bereit ist, dafür auch mal länger an der Bar zu sitzen. Das hat in den vergangenen Jahren einige ambitionierte Barkeeper angezogen, die mit eigenen Sirups, Infusionen und ungewöhnlichen Destillaten experimentieren.

Bahnhofsviertel: Rau, vielfältig, überraschend

Das Bahnhofsviertel ist längst nicht mehr nur für seine Rotlicht-Vergangenheit bekannt. Zwischen Dönerbuden und Wettbüros haben sich in den letzten Jahren einige der interessantesten Bars der Stadt eingenistet. Der Charme liegt gerade im Kontrast: Von außen oft unscheinbar, drinnen dann aufwendig gestaltete Räume mit durchdachten Getränkekarten. Wer hier unterwegs ist, sollte offen für unterschiedliche Publikumsschichten sein – studentisches Publikum trifft auf Après-Work-Grüppchen aus der nahen Bankenwelt. Ein Abend im Bahnhofsviertel eignet sich gut, um mehrere Bars nacheinander zu besuchen, da die Wege kurz sind.

Speakeasys: Das Prinzip der versteckten Tür

Zum Mixology-Trend gehört auch das Speakeasy-Konzept, das seinen Ursprung in der US-Prohibitionszeit hat: Bars ohne auffällige Beschilderung, oft hinter einer unscheinbaren Tür, einem Vorhang oder sogar einem Kühlschrank versteckt. In Frankfurt gibt es mittlerweile mehrere Adressen, die dieses Prinzip aufgreifen. Der Reiz liegt im Entdecken – wer die Bar zum ersten Mal sucht, läuft womöglich mehrmals daran vorbei, bevor der Eingang gefunden ist. Ein Tipp: Die genaue Lage vorab online recherchieren oder beim Barpersonal in der Nachbarschaft nachfragen, falls die Adresse nicht sofort auffindbar ist.

Signature-Drinks statt Standardkarte

Ein klares Merkmal der gehobenen Frankfurter Cocktailszene ist die Abkehr von austauschbaren Standardkarten. Viele Bars setzen auf eigene Kreationen, die saisonal wechseln und oft eine Geschichte erzählen – sei es ein Bezug zur Stadtgeschichte, zu regionalen Zutaten oder zu einem bestimmten Thema, dem sich die Bar verschrieben hat. Klassiker wie Old Fashioned oder Negroni finden sich zwar meist noch auf der Karte, werden aber gerne mit hausgemachten Bittern oder ungewöhnlichen Fassreifungen variiert. Wer Lust auf Experimente hat, fragt am besten direkt an der Bar nach der aktuellen Empfehlung des Barkeepers.

Innenstadt: Gesetzter und etwas exklusiver

Während das Bahnhofsviertel für Vielfalt und eine gewisse Rauheit steht, punktet die Innenstadt mit ruhigeren, oft etwas noblereren Adressen. Hotelbars gehören hier zum festen Bestandteil der Szene und bieten häufig ein besonders hohes handwerkliches Niveau, verbunden mit entsprechend gehobenem Ambiente. Diese Bars eignen sich gut für einen ruhigeren Abend zu zweit oder für Geschäftstermine, bei denen ein etwas repräsentativerer Rahmen gewünscht ist.

Reservierung und Dresscode: Was du wissen solltest

Gerade an Wochenenden füllen sich die bekannteren Bars schnell, und wer keinen Platz an der Bar ergattern will, sollte vorab reservieren. Viele Adressen bieten dafür eine unkomplizierte Reservierung per Telefon oder über Social Media an. Einen strengen Dresscode gibt es in den wenigsten Frankfurter Cocktailbars, dennoch lohnt sich gepflegte Kleidung – besonders in der Innenstadt und in den etwas exklusiveren Speakeasys wird ein aufgeräumtes Erscheinungsbild geschätzt. Im Bahnhofsviertel ist die Atmosphäre insgesamt legerer.

Ein Abend, mehrere Stationen

Wer die Frankfurter Mixology-Szene richtig kennenlernen möchte, plant am besten eine kleine Tour statt eines einzelnen Barbesuchs. Ein Start im Bahnhofsviertel mit ein bis zwei Bars, gefolgt von einem ruhigeren Absacker in einer Hotelbar der Innenstadt, zeigt die ganze Bandbreite der Szene – von experimentierfreudig bis klassisch-elegant. Wichtig dabei: Zwischen den Stationen genug Zeit einplanen, denn gute Cocktails werden hier mit Bedacht zubereitet und sollen auch entsprechend genossen werden.

Häufige Fragen

Muss ich in Frankfurter Cocktailbars reservieren?
In vielen kleinen Bars und ausgewiesenen Speakeasys ist eine Reservierung sinnvoll oder sogar Voraussetzung, besonders an Wochenenden. Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht über die Website oder Social-Media-Kanäle der Bar reicht meist aus.
Gibt es in Frankfurt einen Dresscode für Cocktailbars?
Ein striktes Dresscode-Diktat ist selten, aber gepflegte Freizeitkleidung wird erwartet. In edleren Adressen der Innenstadt sind Sneaker mit Sportklamotten weniger passend als ein etwas aufgeräumterer Look.
Welches Viertel eignet sich am besten für eine Cocktailtour?
Das Bahnhofsviertel bietet die höchste Dichte an unterschiedlichen Bars auf kurzen Wegen und eignet sich gut für einen Barhopping-Abend. Die Innenstadt punktet dagegen mit ruhigeren, etwas gesetzteren Adressen.