Ein grüner Ring um die ganze Stadt
Frankfurt hat etwas, das viele Großstädte so nicht bieten: einen durchgehenden, geschützten Grüngürtel, der die Stadt komplett umschließt. Der GrünGürtel-Rundweg folgt dieser Ringstruktur über rund 70 Kilometer und führt dabei durch ganz unterschiedliche Landschaften – von dichtem Wald über offene Feldflur bis zu Flussauen. Wer den Weg komplett gehen will, plant am besten mehrere Etappen ein, mit dem Rad ist die Runde auch an einem einzigen Tag zu schaffen.
Das GrünGürtel-Tier als ständiger Begleiter
Damit du auf der langen Strecke nicht die Orientierung verlierst, gibt es eine eigene Wegmarkierung: das sogenannte GrünGürtel-Tier, ein einprägsames Symbol, das dich an Wegweisern, Bäumen und Infotafeln begleitet. Es taucht an allen wichtigen Abzweigungen auf und macht den Rundweg auch ohne Karte gut nachvollziehbar. Trotzdem lohnt es sich, vorab einen Übersichtsplan einzusehen, etwa an den größeren Einstiegspunkten, wo Schautafeln den Verlauf zeigen.
Lohrberg, Stadtwald und Nidda: die Highlights
Im Frankfurter Osten führt der Weg hinauf zum Lohrberg, wo Weinberge den Blick über die Stadt freigeben – ein beliebter Punkt für eine Rast, gerade an klaren Tagen. Im Süden durchquerst du den Frankfurter Stadtwald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete im Rhein-Main-Gebiet, mit schattigen Wegen auch an heißen Sommertagen. Im Westen und Norden begleitet dich streckenweise die Nidda, deren Auen mit Wiesen und Feuchtgebieten ein ganz anderes Landschaftsbild bieten als der dichte Wald im Süden. Diese drei Abschnitte gelten als die prägendsten Etappen des gesamten Rundwegs.
Einstiegspunkte für jede Himmelsrichtung
Der Charme des GrünGürtels liegt darin, dass du nicht die komplette Strecke laufen musst, um ihn zu erleben. Von vielen Stadtteilen aus erreichst du den Weg direkt oder mit kurzer Anfahrt: Vom Lohrberg im Osten, von den Waldparkplätzen im Süden Richtung Sachsenhausen und Oberrad, oder von Stadtteilen wie Praunheim und Rödelheim im Nordwesten, wo die Nidda den Weg säumt. So lässt sich der Rundweg in einzelne Tagestouren zerlegen, die auch mit Bus oder Bahn gut kombinierbar sind.
Für Familien und für sportliche Ambitionen
Der GrünGürtel spielt seine Vielseitigkeit gerade bei unterschiedlichen Ansprüchen aus. Familien mit Kindern finden vor allem im Stadtwald und entlang der Nidda flache, gut befestigte Abschnitte mit Spielplätzen und Grillwiesen in der Nähe. Wer sportlich unterwegs ist, kann sich an längeren Distanzen versuchen: Die komplette Runde mit dem Rennrad oder Mountainbike an einem Tag zu bewältigen, ist eine reizvolle Herausforderung für trainierte Radler:innen. Auch Laufgruppen nutzen einzelne Etappen gerne für längere Trainingsrunden abseits des Straßenverkehrs.
Praktische Tipps für die Planung
Feste Schuhe oder ein robustes Fahrrad reichen für die meisten Abschnitte völlig aus, größere Steigungen gibt es nur am Lohrberg und vereinzelt im Stadtwald. Genügend Wasser solltest du dabeihaben, auch wenn immer wieder Einkehrmöglichkeiten an Ausflugslokalen oder Kiosken am Wegesrand liegen. Für die Etappenplanung hilft es, sich vorab die Übersichtskarte anzusehen und die Strecke nach ÖPNV-Anbindung in Teilabschnitte zu gliedern, statt alles an einem Stück laufen zu wollen.
Ein Rundweg, der Frankfurt neu zeigt
Wer den GrünGürtel einmal komplett oder in Teilen erkundet hat, sieht Frankfurt mit anderen Augen: als Stadt, die ihre grünen Ränder bewusst geschützt und zugänglich gemacht hat. Der Rundweg verbindet dabei Naherholung vor der Haustür mit echten Ausflugszielen wie dem Lohrberg oder der Nidda-Aue – ganz ohne dass du dafür die Stadtgrenzen verlassen musst.